Wohin mit den Altkleidern? Diakonie-Container neben der Kirche

Es gibt einen schwunghaften Handel mit Altkleidern. Wir möchten Gutes tun, wenn wir unsere aussortierte Kleidung nicht einfach in den Müll, sondern in den Altkleidercontainer werfen. Oft aber schadet das „Gute“, denn es sind nicht die Hilfsbedürftigen der Welt, die von den Spenden leben, sondern eine global arbeitende Branche, die die Kleidung in einem knallharten Geschäft verkauft. Und das in so großen Mengen, dass die einheimische Textilindustrie in vielen belieferten Ländern inzwischen vollkommen marginalisiert ist. Der eigentliche Wille der Spender wird auf diese Weise ad absurdum geführt: Anstatt den Armen zu helfen, ist jedes gespendete Kleidungsstück ein weiterer Beitrag zur Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten – vor allem in Afrika, wohin der Löwenanteil der Ware exportiert wird. (Zitiert aus „Zeit-online“ vom 4.11.2011)

Anders als die professionellen Kleidersammler und Wohlfahrtsorganisationen, die sich zum Teil über den Weiterverkauf finanzieren, versuchen Diakonie und Kirchengemeinden die gespendeten Sachen direkt an die Bedürftigen im eigenen Land weiterzugeben. Zum Beispiel durch den Mitternachtsbus an Obdachlose, durch Initiativen von Kirchengemeinden oder mit den LKW der rollenden Kleiderkammer Wilhelmsburg. Sie fahren wöchentlich rund 20 Ausgabestellen an, vom Bürgertreff Allermöhe bis zur Maria Magdalena Kirche in Osdorf.

Diese Initiative wollen wir unterstützen, deshalb steht auf dem Parkplatz neben der Kirche ein Container. Hier können Sie Ihre Altkleidung einwerfen und Gutes tun.

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