Tiefe Anteilnahme – Hauptpastorin Martina Severin-Kaiser ist plötzlich gestorben

Wir sind erschüttert und fassungslos – am Freitag, den 8. Juli ist Martina Severin-Kaiser plötzlich gestorben. Erst im Dezember wurde sie in ihr Amt als Hauptpastorin von St. Petri eingeführt und konnte bereits in diesem ersten halben Jahr ihres Wirkens viel Vertrauen erwerben und für Aufbruchstimmung sorgen.

Geboren 1959 in Eutin verbrachte Martina Severin Kaiser ihre Schulzeit in Lübeck. Nach dem Theologie- und Geschichtsstudium in Münster, Tübingen, Jerusalem und Hamburg arbeitete sie in Jerusalem in interreligiösen und christlich ökumenischen Initiativen. Für acht Jahre war sie im Anschluss Pastorin im mulitkulturellen Stadtteil Hamburg-Steilshoop. Dort war sie u.a. in der Frauenarbeit tätig, stellte die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren auf neue Beine und war in der Entwicklung des Stadtteils engagiert. Von 1996 – 2004 leitete sie die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Brüssel und in der Wallonie. Sie öffnete in Stellenteilung mit ihrem Mann die Gemeinde im internationalen Umfeld als Diskussionsforum im vorpolitischen Raum und als offenen Ort für junge Menschen und Familien. Während dieser Zeit war sie als Delegierte der Konferenz europäischer Kirchen an gemeinsamen Projekten der internationalen Ökumene und in Gremien der Europäischen Institutionen im interreligiösen Gespräch beteiligt.

Seit 2004 hat Martina Severin-Kaiser als Ökumenebeauftragte der Nordkirche besonders die Zusammenarbeit mit den vielen Gemeinden anderer Sprache und Herkunft im Bereich der Nordkirche gestaltet. Sie leitete bis Ende letzten Jahres die Arbeit der regionalen Hamburger Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), einem Zusammenschluss von derzeit 36 verschiedenen Kirchen und Gemeinden. Sie gehört außerdem zum Vorstand des Trägervereins „Ökumenisches Forum HafenCity“. Ihre Themenschwerpunkite der letzten Jahre waren u.a. die Entwicklung einer alltagstauglichen interkulturellen Theologie.

Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie von Martina Severin-Kaiser.

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