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Gemeindeversammlung 2018 Rückblick

Rund fünfzig Gemeindemitglieder waren am 23. Oktober im Nikolai-Saal, um die Gemeindeversammlung, den Bericht des Kirchengemeinderates, zu verfolgen und über verschiedene Angelegenheiten zu beraten.

In der ersten Hälfte des Abends berichteten Mitglieder des Kirchengemeinderats unter Leitung von Sy Schlüter aus dem Leben der Gemeinde. Ein Jahresrückblick erinnerte an herausragende Ereignisse wie die Feier des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2017 oder das Benefizkonzert in der Elbphilharmonie zugunsten der neuen Orgel. Religionspädagogische Angebote im Kindergarten wie der Laternenumzug am Martinstag oder ein Open Air-Gottesdienst in Rissen bereichern das Leben der Gemeinde.

In der Konfirmand*innenarbeit wurde ein Wechsel vom bisherigen zweijährigen zum neuen einjährigen Unterrichtsmodell gut angenommen. Über 130 Jugendliche besuchen derzeit den Konfirmand*innenunterricht. Diese erfreulich hohe Zahl ist zugleich eine Herausforderung für das Team um Pastorin Schack und Pastor Schneider. Es gab mehrere Personalwechsel. Nach dem Abschied vom Jugenddiakon Lorenz Hansen begrüßten wir als seine Nachfolgerin Ina Riedel. Im Kindergarten übernahm nach dem Weggang von Miriam Schroll Franziska Ehlert die stellvertretende Leitung. Bereits seit Beginn dieses Jahres koordiniert Dr. Kai Widmaier das Fundraising der Gemeinde. Pastorin Corinna Senf arbeitet seit August als Referentin des Hauptpastors an St. Nikolai.

Dieser Rückblick auf die lebendige Arbeit der Hauptkirche war die Grundlage, um im zweiten Teil des Abends die zukünftige Entwicklung der Gemeinde zu bedenken. Der Kirchengemeinderat möchte die von den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden und dem Pfarrteam getragene Arbeit fortsetzen. Allerdings weist der Haushalt  ein strukturelles Defizit aus. Angesichts steigender Personalkosten und mittelfristig sinkender Einnahmen aus Kirchensteuern ist es nötig, die Einnahmen der Gemeinde zu steigern. Dazu trägt für besondere Projekte das Fundraising bei. Um den laufenden Haushalt mittelfristig finanzieren zu können, ergab sich für den Kirchengemeinderat als einzige Lösung, das alte Gemeindehaus in der Abteistraße zu verkaufen, da die Kosten für Renovierung und Unterhalt die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde übersteigen. Die aus dem Verkauf erzielten Erträge dürfen allerdings – so schreibt es das Kirchenrecht vor – nicht verzehrt werden. Deshalb plant der Kirchengemeinderat aus dem erzielten Erlös den Kauf einer Immobilie, deren Mieterträge dem Haushalt der Gemeinde zufließen sollen.

Für den Umzug der Mitarbeitenden von der Abteistraße in die Übergangsräumlichkeiten in der Heilwigstraße im ersten Quartal 2019 gibt es bereits ein gut abgestimmtes Konzept. Die Pläne für einen Erweiterungsbau des Gemeindehauses mit einer ausreichenden Zahl an Gruppenräumen sollen der Gemeinde im neuen Jahr vorgestellt werden. Auf der Gemeindeversammlung zeigte die Debatte zu den hier skizzierten Überlegungen, dass der Verkaufsbeschluss zur Abteistraße auch einen schmerzlichen Abschied bedeutet. Der Kirchengemeinderat ist sich dessen bewusst und wird dazu beitragen, diesen respektvoll und angemessen zu gestalten.  

Hauptpastor und Propst Dr. Martin Vetter, Erster Vorsitzender des Kirchengemeinderats