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Bildung & Wissen » Vorträge und Ärztekanzel

Der Blick über den Tellerrand

Beiträge zu gesellschaftsrelevanten Themen

An St. Nikolai finden verschiedene Veranstaltungsformate zu theologischen, ethischen und gesellschaftspolitischen Themen statt. Dabei kommen Referentinnen und Referenten unterschiedlicher Berufsgruppen ins Gespräch mit einem breiten Auditorium.

Ärztekanzel St. Nikolai

Die Ärztekanzel ist eine interdisziplinäre Vortragsreihe an der Hauptkirche St. Nikolai, bestehend aus drei Themenabenden sowie einem abschließenden Gottesdienst. Sie richtet sich an ein medizinisches Fachpublikum und an die interessierte Gemeinde. An St. Nikolai hat die Ärztekanzel Tradition: Sie besteht seit rund 30 Jahren, wird von einem Beirat vorbereitet und findet jeweils im Herbst statt.

An den Themenabenden diskutieren wir – eingestimmt von unserem Kirchenmusiker Martin Bühler durch eine kleine Kammermusik – gesellschaftlich relevante Themen wie z.B. Sterbehilfe, Gerechtigkeit im Gesundheitswesen oder die Entwicklung der Hirnforschung. Damit kommen aus medizinischer, psychologischer, rechtlicher und theologischer Sicht auch Konfliktthemen zur Sprache, die eine breite Diskussion aus religiöser und christlicher Sicht erfordern.

Bevorzugt laden wir medizinische Referentinnen und Referenten aus Hamburger Kliniken und Praxen ein. Damit trägt die Ärztekanzel bei zur Debatte über das berufliche Selbstverständnis von Ärztinnen und Ärzten sowie von Mitarbeitenden im Gesundheitswesen in und um Hamburg.

Der Gottesdienst nimmt die Themen vom Katheder auf und trägt sie zur Kanzel: Lieder, Gebete und Predigt stellen Bezüge her zu religiöser Praxis. Die Chöre der Hauptkirche geben diesem Gottesdienst unter Leitung des Kantors Matthias Hoffmann-Borggrefe einen eigenen Klang und Bedeutung.

Die Ärztekanzel 2019 findet vom 30. Oktober bis 17. November 2019 statt. Das Thema lautet: "Krebserkrankungen, neue Entwicklungen in Forschung und Behandlung - neue Hoffnungen?". Weitere Informationen gibt es hier.

 


Termine 2019

Mittwoch
20.11.2019-15:00

Buß- und Bettag

„Es ist ein Ros entsprungen“ - Die ökumenische Entstehungsgeschichte des Liedes

Dr. Ferdinand Ahuis, Hauptpastor em.

  „Es ist ein Ros entsprungen“ ist eines der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder sowohl für Katholiken wie Protestanten. Aber wie heißt es eigentlich: „Es ist ein Ros entsprungen“ oder „Es ist ein Reis entsprungen“? War es ursprünglich ein Marien- oder ein Christus-Lied? Und: Wie viele Strophen hatte das Lied ursprünglich eigentlich? Drei oder nur zwei oder gar vier wie im Evangelischen Gesangbuch – oder noch mehr? Wer hat das Lied eigentlich gedichtet? Wer hatte Interesse daran, das Lied zu erweitern? In welchem ursprünglichen Zusammenhang ist die Melodie zu hören? Welche Bestrebungen gab und gibt es in der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche, zu einem gemeinsamen Text zu finden?

Ort: Nikolai-Saal, Neues Gemeindehaus, Harvestehuder Weg 118

Mittwoch
04.12.2019-19:30

in Kooperation mit der Akademie der Nordkirche

Religion oder Gott?

Zur Aktualität der Theologie Karl Barths

Religion war für Karl Barth Menschenwerk und kein Weg zu Gott. Theologie verstand Barth, einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts, als ein Nachdenken über das in Jesus Christus geoffenbarte Gotteswort. Allein darauf gelte es zu hören. Nur als Empfangende kommen wir in ein Gottesverhältnis. 100 Jahre nach dem Erscheinen von Karl Barths berühmtem Kommentar zum Römerbrief des Paulus fragen wir: Was hat uns seine Theologie heute zu sagen? Ist ein Denken, dass vom Religionsbegriff her kommt, auf dem Holzweg? Über diese Fragen diskutieren wir mit dem Journalisten und Theologen Dr. Frank Hofmann, Chefredakteur von Andere Zeiten, und dem Theologieprofessor Dr. Michael Moxter, Hamburg. Die Moderation haben die Theologin Dr. Nina Heinsohn und Hauptpastor Dr. Martin Vetter. 

Eintritt frei

 

Ort: Nikolai-Saal, Neues Gemeindehaus, Harvestehuder Weg 118