Aussichtsturm | Museum

Mahnmal St. Nikolai

Die Geschichte der Nikolaikirche

Im Jahr 1195 wurde nahe dem Hafen eine kleine Kapelle errichtet, die dem Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer und Reisenden, gewidmet war. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Kirche zur Hallenkirche mit Turm ausgebaut. 1842 fiel die gesamte Kirche dem „Großen Brand“ zum Opfer. Spenden von Hamburger Bürgern ermöglichten zwischen 1846 und 1874 den Neubau der Kirche nach Plänen des englischen Architekten Sir George Gilbert Scott.
Bei Fertigstellung des neugotischen Baus war der Turm von St. Nikolai mit 147,3 Metern der höchste Kirchturm der Welt. Im Zweiten Weltkrieg diente er den alliierten Bomberpiloten während der Luftangriffe auf Hamburg als Orientierungspunkt. Während des Feuersturms „Operation Gomorrha“ brannte die Kirche im Juli 1943 aus.

Ein Museum für die Zukunft

Heute ist die Kirchenruine ein Ort des Erinnerns an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zwischen 1933 und 1945. Das in der ehemaligen Krypta befindliche Museum wurde 2013 umgebaut und mit einer neuen Dauerausstellung bestückt. Unter dem Titel „Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg“ informiert diese über die Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg durch die „Operation Gomorrha“ sowie die Ursachen und Folgen der Luftangriffe. Darüber hinaus wird die wechselvolle Geschichte der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai anschaulich dargestellt. Neben historischen Fakten erwarten die Besucher eindrucksvolle architektonische Einblicke in das Kellergewölbe der zerstörten Kirche.

Auf der Außenfläche des Mahnmals sind Kunstwerke zeitgenössischer Künstler zu sehen, so unter anderem das Mosaik „Ecce Homo“ von Oskar Kokoschka.

Das Carillon

Durch Spenden wurde 1993 der Einbau eines Glockenspiels in den Turm des Mahnmals ermöglicht. Es befindet sich an der Stelle, an der vor der Zerstörung der Kirche die Kirchenorgel hing. Mit 51 Glocken ist das Carillon am Mahnmal St. Nikolai eines der größten Deutschlands. Es spielt täglich um 9 Uhr, 12 Uhr, 15 Uhr und 18 Uhr eine Melodie. Halbstündige Live-Konzerte finden jeden Donnerstag um 12 Uhr statt.

Der Aussichtsturm

Im Jahr 2005 wurde ein Panoramalift in den historischen Turm der Nikolai-Ruine eingebaut. Dieser bringt Besucher auf eine Plattform in 76 Metern Höhe. Vom höchsten Kirchturm Hamburgs eröffnet sich ein imposanter Rundblick über die Stadt.

 

Öffnungszeiten täglich:
Mai-Sept: 10 – 18 Uhr, Okt-März: 10 – 17 Uhr

Mahnmal St. Nikolai
Willy-Brandt-Straße 60
20457 Hamburg
Telefon: 040 / 37 11 25

www.mahnmal-st-nikolai.de