Mittwoch, 28.10.2015 20:00 Uhr

Veranstaltungsort

Hauptkirche St. Nikolai, Gemeindesaal
Harvestehuder Weg 118
20149 Hamburg

Informationen

Vortragsreihe vom 28. Oktober bis 15. November 2015

 

Durch genetische und medizinische Früherkennung, durch Vorsorge und Präventionsmaßnahmen beginnen bereits vor der Geburt Optimierungsprogramme. Später setzen sich die Bemühungen zur „Verbesserung“ oder „Verschönerung“ des Körpers durch Ernährung, Sport, Anti-Aging Maßnahmen oder ästhetische Chirurgie fort, um ein reibungsloses Funktionieren des Menschen zu gewährleisten oder dauerhaft Höchstleistungen zu vollbringen. Unter dieser Maßnahme werden Risiken eingegangen, Kosten produziert, deren Nutzen – Schadenverhältnis nicht geklärt ist.

Die Fragwürdigkeit dieses Unterfangens, die ständige Selbstdisziplinierung, die Unterwerfung unter den Zeitgeist, deren Folgen für unser Bild von uns selbst und von unserer Gesellschaft ungeklärt sind, werden unzureichend reflektiert .
Die Medizin reißt Grenzen auf und suggeriert eine technische und pharmakologische Machbarkeit, die bei Patienten hohe Erwartungen generiert. Andererseits wird die Selbstbestimmung in großem Maße aufgegeben und fremdbestimmten Einflüssen bewusst oder unbewusst unterworfen. Hat die Schöpfung diesen Weg für uns so vorgesehen?
Die verbleibenden Unsicherheiten und Zweifel für die Grenzen des Machbaren, aber auch für die kollektive Finanzierbarkeit benötigen eine breite gesellschaftliche, parlamentarische und theologische Auseinandersetzung.

 

Auftaktveranstaltung am 28. Oktober 2015

Die Grenzen des Planbaren – der selbstbestimmte Mensch zwischen Schöpfung, Schicksal und Humangenetik

Dr. Usha Peters (Fachärztin für Innere und Humangenetik, Pränatalzentrum Hamburg -Altona, Mitglied in der PID-Ethikkommission der Ärztekammer Hamburg)

Kerrin Stumpf (Geschäftsführerin des Vereins „Leben mit Behinderung Hamburg Elternverein e.V.“)

 

Musik: Duo Reichelt Nissen – Gitarre

 

Eintritt frei, Spende erbeten

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