Vor 350 Jahren verstarb der lutherische Pfarrer und Lieddichter Paul Gerhardt. Dieses Jubiläum nehmen die Hamburger Hauptpastoren zum Anlass, sich in vier Predigten mit seinem Schaffen auseinanderzusetzen.
Paul Gerhardt lebte in Krisenzeiten: Der 30jährige Krieg hatte Elend und Verwüstung hinterlassen, außerdem war die Bevölkerung durch die Pest und weitere Seuchen erheblich dezimiert. Dennoch sind seine berühmten Liedtexte stets hoffnungsvoll.
Im Gesangbuch der Nordkirche finden sich 27 Lieder von Paul Gerhardt. Die theologisch anspruchsvollen Texte bewegen sich manchmal in einer uns fremden Vorstellungswelt. Doch viele seiner Lieder werden bis heute oft und gern nicht nur im Gottesdienst gesungen.
In den Gottesdiensten steht jeweils ein Lied Paul Gerhardts im Mittelpunkt, dessen Hintergründe in der Predigt sowohl in Bezug auf die Entstehungszeit als auch auf das Leben Paul Gerhardts beleuchtet werden. Doch die Perspektive bleibt nicht nur eine historische: Wir fragen, was diese Lieder für unser Singen in der Gegenwart bedeuten und welche Rolle der strenge Lutheraner Paul Gerhardt in Zukunft in einer Kirche haben wird, in der die nächste Gesangbuchreform in Arbeit ist.
Herzlich laden wir Sie ein, gemeinsam auf den Spuren Paul Gerhardts zu wandeln:
15. März, 10:00 Uhr, St. Michaelis: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld" (EG 83) – Hauptpastor Alexander Röder
22. März, 10:00 Uhr, St. Petri: „Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld" (EG 83) – Hauptpastor Dr. Jens-Martin Kruse
29. März, 11:00 Uhr, St. Jacobi: „Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ (EG 325) – Hauptpastor Dr. Stefan Holtmann
24. Mai, 11:00 Uhr, St. Katharinen: „Zieh ein zu deinen Toren" (EG 133) - Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann