Ovids Metamorphosen Theologie | Philosophie | Literatur
Der römische Dichter Publius Ovidius Naso,Ovid genannt, 42.v.Chr geboren, 17 n. Chr. in der Verbannung am Schwarzen Meer gestorben, hat mit den Metamorphosen ein gewaltiges Werk verfasst, das sich in seiner Bedeutung und Wirkungsgeschichte (nur) mit der Bibel vergleichen lässt. Von der Schöpfung über die Mythologie bis in die römische Gegenwart reicht die Darstellung mit dem Motto: alles wandelt sich sich, aber nichts geht verloren. Dabei ist die Liebe, ist Gott Amor in vielen Geschichten, die Ovid erzählt, die treibende Kraft- die Nymphe Daphne verwandelt sich vor dem sie verfolgenden Gott Apoll in letzter Minute in einen Lorbeerbaum, der auf griechisch Daphne heisst. Narziss, Echo und Hyazinth sind weitere Wandlungsgestalten. So sind neben der Bibel die Geschichten aus den Metamorphosen zur beliebtesten Vorlage für die Renaissance- und spätere Maler geworden - Lessing nannte sie "das Handbuch der Künstler seit Raphaels Zeiten". Das Musterpaar Philemon und Baucis findet in Goethes Faust II eine Aufnahme und der sich in sein Werk verliebende Künstler Pygmalion in Bernard Shaws My fair Lady. Neben der Lektüre will das Seminar diesen Wirkungen der Metamorphosen in Wort, Bild und Ton nachgehen. Eine schöne kostengünstige Buchausgabe mit 30 Radierungen Picassos zu den Metamorphosen gibt es als insel-Taschenbuch.
Donnerstags
Kurs-Nr.: 8263003
Teilnahmebeitrag 60,00 €
9. April - 14. Mai (nicht am 7.Mai)
10:30 - 12:00 Uhr
Elisabeth Coester-Raum, Gemeindehaus,