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Literatur und Philosophie


Nature Writing – Viel mehr als reine Naturbeschreibung

Susanne Bienwald

Nature Writing – Viel mehr als reine Naturbeschreibung

Neben der genauen Beobachtung und der literarischen Beschreibung von Natur fließen beim Nature Writing auch Erfahrungen und Gefühle der eigenen Person mit ein. Ob jemand einen Baum, eine Ameise oder eine Wolkenformation beschreibt – stets sollte er/sie mit im Text anwesend sein.In Deutschland ist dieses Genre bisher weitgehend unbekannt.
Im Seminar werden in Auszügen Klassiker des Nature Writing vorgestellt und Schreibanregungen gegeben. Bitte gern einen kurzen (auch eigenen) Text mitbringen.

Der Kurs ist offen für TeilnehmerInnen mit und ohne Schreiberfahrung.

Nature Writing
8203081
40,00 €

07.05.2020 - 04.06.2020 nicht am 21.05.2020

Uhrzeit:

18:00 -19:30 Uhr

Ort:

Kaminzimmer, Haus Heilwigstraße, Heilwigstraße 22


Thomas Mann – »Joseph und seine Brüder« 4. Buch

Dr. Eberhard Stromberg

4. Buch »Joseph, der Ernährer«

Die biblische Josephsgeschichte geht dem Ende zu und mit ihr die wunderschöne Nachdichtung Thomas Manns. Joseph ist in Ägypten dank seiner Kunst, Träume zu deuten, zu hohen Ehren gekommen. Es sind die sieben Jahre der reichen Ernten und Joseph trifft als Großwezir des Pharaos Vorsorge für die sieben Jahre der Dürre und Trockenheit. Sie hat auch Kanaan erreicht und die Brüder reisen nach Ägypten, um Saatgetreide zu kaufen. So stehen sie nun vor Joseph, den sie einst an fremde Kaufleute als Sklaven verkauft haben. Sie erkennen ihn nicht und er führt mit ihnen das „heilige Spiel“ der Schuldauflösung auf. Dann gibt er sich ihnen zu erkennen. Das Ganze ist eine tief bewegende Geschichte, eine wahre „Gottesgeschichte“, die nun zu ihrem glücklichen Abschluss kommt.

 

Mit Rücksicht auf die Gesundheit von Teilnehmenden und Dozenten verschieben wir diese besondere Veranstaltung.

Wir hoffen das Seminar im Jahr 2021 stattfinden lassen zu können.


Aus dem Leben erzählen

Barbara Mannitz

Eine kreative Schreibwerkstatt

Sie erlebten die braven und ärmlichen 50er Jahre, die satten 60er und wilden 70er Jahre. Vielleicht haben Sie sogar noch Erinnerungen an die letzten Kriegsjahre und die erste Nachkriegszeit. Ich lade Sie ein, sich schreibend auf den Weg in Ihre Vergangenheit zu machen, Erinnerungen aufzuspüren und kleine Texte zu verfassen. Spielerisch können Sie verschiedene Methoden und Techniken des Erinnerns und Kreativen Schreibens kennenlernen und erproben.

Barbara Mannitz ist Diplom-Soziologin mit Psychotherapieausbildung, Hörfunkautorin und Dozentin

Im Vormittagskurs sind zur Zeit zwei Plätze frei.

Der Nachmitagskurs ist zur Zeit ausgebucht. Sie können sich auf eine Warteliste setzen lassen.

040 44 11 34 211

Aus dem Leben erzählen
8203071
108,00 €

15.01.2020-11.03.2020

Uhrzeit:

mittwochs, 10:15 Uhr–12:30 Uhr

Ort:

Kaminzimmer, Haus Heilwigstraße, Heilwigstraße 22


-Achsenzeit- Karl Jaspers und seine „Hermeneutik des Fremden“

Dr. Ellen Drünert

Zur  gegenwärtigen Rezeption seines Beitrags zur Geschichtsphilosophie    

1949 meldete sich Karl Jaspers in kritischer Zeit  mit seinem Werk „Vom Ursprung und Ziel der Geschichte“ in der geschichtsphilosophischen Debatte zu Wort und formulierte das Achsenzeit -Theorem. In der Folge haben Philosophen und Kulturwissenschaftler seine Überlegungen  zur Geburt des abendländischen Denkens aufgegriffen und entsprechende Denkpfade entwickelt.

Der Kurs wird sich zunächst mit Jaspers´ Theorie der Achsenzeit befassen und zwei bedeutende  Rezeptionen  aus kulturwisenschaftler Sicht von Jan Assmann „Hermeneutik des Fremden“ und  aus geschichtsphilosophischer Sicht von Jürgen Habermas „Strukturwandel der Weltbilder“  zu Rate ziehen. Es werden ausgewählte Texte aus folgenden Werken  zugrundegelegt:
Karl Jaspers, Vom Ursprung und Ziel der Geschichte, München  1949 J
an Assmann, Achsenzeit, Eine Archäologie der Moderne, Hamburg 2018
Jürgen Habermas, Auch eine Geschichte der Philosophie, Die Okzidentale Konstellation, Bd. I,  Berlin 2019

Jaspers
8203045
40,00 €

06.10.2020 - 27.10.2020

Uhrzeit:

dienstags | 15:00 Uhr-17:00 Uhr

Ort:

Kokoschka Raum, Neues Gemeindehaus, Harvestehuder Weg 118


Wieviel Heimat braucht der Mensch?

Prof. Dr. Marie-Elisabeth Hilger

Braucht er sie überhaupt?

In diesen Fragen liegt schon die ganze Schwierigkeit des - speziell im Deutschen  schillernden und inflationär gebrauchten - Begriffes verborgen.

Seinen Hintergrund als Verheißungs- und Sehnsuchtsbegriff, doch auch als Kampf- und Gegenbegriff zu Fortschritt, Modernisierung und Entfremdung auszuloten und den jeweils angedachten Lebenszusammenhang und Weltbezug mitzudenken und dabei neueste Sozial- und Wirtschafts-Entwicklungen im Zusammenhang mit Globalisierung im Blick zu haben, wird sich als vielschichtige und anspruchsvolle Aufgabe erweisen.

Heimat
8203043
40,00 €

01.10.2020 - 26.10.2020

Uhrzeit:

donnerstags 15:00 - 16.30 Uhr

Ort:

Kaminzimmer, Haus Heilwigstraße, Heilwigstraße 22


Märchenseminar Herbst 2020 - Rübenacker und Bärenalter

Liane von Schweinitz

Kultur -Umbruch im Märchen „der Bärensohn“  

„Einst verbrachten die Tage, die Nächte ein alter Mann und eine alte Frau. Die hatten auch einen kleinen Rübenacker…“, so beginnt das sibirische Märchen „der Bärensohn“, in dem der Umbruch von der Kultur der Jäger und Sammler in die des Ackerbaus sich bildhaft entwickelt.

Mit/nach Corona ist für viele Menschen heute nichts mehr wie vorher. Befinden wir uns auch in einem „Kulturumbruch“? Kann uns die Sichtweise des sibirischen Märchens dazu etwas sagen?
Diesen und ähnlichen Fragen soll in einem gemeinsamen Gespräch nachgegangen werden. Liane von Schweinitz erzählt zu diesem Thema Gedichte und das Märchen und lädt zum Austausch über die Symbolkraft des Märchens ein. Anschließend können die eigenen inneren Bilder mit unterschiedlichen Materialien zum Ausdruck gebracht werden.      

Märchenseminar 2020 | 2. Halbjahr
8203022
20,00 €

30.11.2020

Uhrzeit:

Montag, 18:00 - 21:00 Uhr

Abendveranstaltung

Ort:

Hauptkirche St. Nikolai, Kirche, Herrensaal


Der Sinn des Denkens - Philosophieren über eine Kernkompetenz des Menschen

Dr.phil. Uwe Beyer

Das Wesen des Menschen ist – Denken. Diesen neuzeitlichen Grundsatz hat Descartes (1596-1650) geprägt. Denn was immer ein Mensch sich vorstellt, begreift, oder woran er zweifelt: Er vermag es nur kraft seines Denkens. Diese Einsicht erklärt aber nicht, was Denken ist. Ein geistiger Sinn zur Deutung unserer Lebenswelt? Eine Technik, welche die Welt durch Analyse ihrer natürlichen Komplexität als berechenbar zeigt? Kann Künstliche Intelligenz denken? Obwohl sie kein zeitlich-leibgebundenes Erleben kennt? Eine Vielfalt an Fragen! Vor dem Hintergrund des Buches „Der Sinn des Denkens“ von Markus Gabriel (*1980) werden wir sie erörtern.

 

Achtung neuer Termin!

Der Sinn des Denkens
8203041
80,00 €

Sa. / So. 26./27.09.2020

Uhrzeit:

Sa. 11:00-13:00 Uhr; 14:00-17:30 Uhr So. 11:30-13:15 Uhr; 14:15–17:15 Uhr

Ort:

Hauptkirche St. Nikolai, Kirche, Herrensaal

Dozentinnen

Dr.phil. Uwe Beyer

Autor und Dozent

Dr.phil. Uwe Beyer ist Autor, Dozent an verschiedenen Akademien und gehört zum Leitungsteam der Evangelischen Stadtakademie Aachen.


Susanne Bienwald

Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin

Susanne Bienwald ist Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Ihr Roman „Wittensee“ hat bundesweit Beachtung gefunden. Die Fragen, die der Roman aufwirft, sollen zusammen mit der Autorin in einem gesonderten Seminar besprochen und vertieft werden.

Foto: Maya Ueckert


Dr. Ellen Drünert

Dr. Ellen Drünert ist ehemalige leitende Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und im Ruhestand.


Dr. Eberhard Stromberg

Dr.jur. Eberhard Stromberg hat Theologie und Jura studiert und war in beiden Bereichen beruflich tätig. Seit seiner Pensionierung als Richter am Landgericht Hamburg hält er Vorträge und Kurse zum Leben und Werk Thomas Manns.


Prof. Dr. Marie-Elisabeth Hilger

Marie-Elisabeth Hilger war Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Hamburg.


Barbara Mannitz

ist Diplom-Soziologin mit Psychotherapieausbildung, Hörfunkautorin und Dozentin


Liane von Schweinitz

Liane von Schweinitz war Vorsitzende Richterin am Landgericht in Hamburg und lange Zeit im Vorstand des Märchenforum Hamburg e.V. engagiert. Sie ist Mitglied der Europäischen Märchengesellschaft (EMG).